Eiweißpulver Test

Muskeln und ein trainierter Körper
Der Fitnesstrend hat nicht nur mich längst gepackt, sondern auch unzählige andere Menschen. Schlank war gestern, heute werden Muskeln bevorzugt. Schmachtende Blicke von Frauen ernte nicht nur ich (das ist mein Ernst ;-)), sondern auch andere muskulöse und trainierte Männer. Frauen haben für sich längst den sportlichen, muskulösen Mann entdeckt – wir Männer sind also im Zugzwang. Du zweifelst noch an dieser Aussage?

Solltest Du wirklich noch zweifeln und Dein innerer Schweinehund sagt Dir auch was anderes, dann überleg mal….

Hast Du schon einmal Stripper oder beliebte Stars gesehen, die mit einem Rettungsring unterwegs sind? Nicht – ich auch nicht. Warum das so ist, ganz einfach, ein trainierter Körper sieht einfach ästhetischer und sexy aus.

Mit Eiweißpulver, auch genannt Proteine, kannst Du Deinen Körper optimal auf Dein neues „Ich“ vorbereiten und ihn dabei unterstützen. Nicht nur Dein Körper wird es Dir danken, sondern auch Deine Gesundheit.

Welchen Zweck erfüllt Eiweißpulver?

Damit der menschliche Körper optimal funktioniert, benötigt dieser vor allem die neun essenziellen Aminosäuren:

  1. Phenylalanin
  2. Leucin
  3. Methionin
  4. Lysin
  5. Isoleucin
  6. Valin
  7. Threonin
  8. Tryptophan
  9. Histidin 
  10. Cystin

aus diesen stellt er im Besten Fall zahlreiche Enzyme sowie die nicht-essenziellen Aminosäuren. Somit ist es wichtig nicht nur explizit auf die tägliche Ernährung (Proteinquelle) zu achten sondern auch auf die Einnahme eines geeigneten Proteinpulvers. Und Dabei helfe ich euch gerne.

Ich nutze für mein Training Eiweißpulver, denn mit diesem Nahrungsergänzungsmittel kann ich meinen Körper optimal unterstützen. Neben der körperlichen Unterstützung erreiche ich auch mithilfe von Eiweißpulver mein persönliches Trainingsziel.


Eiweißpulver hat einen sehr hohen Proteinanteil und diese tragen zum Aufbau sowie zum Erhalt von Muskeln bei. Aus den verschiedensten Quellen kann das Eiweiß stammen, wie zum Beispiel aus Soja, Ei, Molke oder Milch. Je nach seinem Ursprung hat das Eiweiß eine andere Eigenschaft (hierzu später mehr).

Die Aussage das Proteine zum Aufbau von Muskeln und zum Erhalt der Muskelmasse beitragen, stammt im Übrigen nicht von mir. Die Aussage ist in der Health-Claims-Verordung der Europäischen Kommission festgehalten. Ich möchte mich ja nicht mit fremden Federn schmücken und auch nicht mit fremden Muskeln.

Mit Eiweißpulver alleine bekommen wir allerdings nicht den perfekten Körper, sondern hierfür spielen diese drei Säulen eine wichtige Rolle:

– Training

– Ernährung

– Regenenration

Mit den Eiweißshakes kannst Du Deine Ernährung optimieren, die eine große Rolle beim Training spielt.

Die verschiedenen Proteine (Eiweiße)

Eiweiß kann von verschiedenen Quellen stammen, wie ich im oberen Abschnitt Dir bereits erklärt habe. In diesem Abschnitt erkläre ich Dir die einzelnen Proteine, deren Wirkung und die Einsatzbereiche. Nicht jedes Eiweißpulver passt zum gesetzten Trainingsziel, jeder von uns, gehört einer Trainingsgruppe an.

Whey Protein

Top Wheys:

Whey Eiweißpulver sind sehr bekannt, da dieses Eiweiß ein Basisprotein ist. Das Protein eignet sich sehr gut für den Muskelaufbau. Whey hat die höchste biologische Wertigkeit und es verfügt über verzweigtkettige, essenzielle Aminosäure. Die Aminosäuren werden besonders schnell vom Körper verarbeitet. Im Blut erhöht sich durch das Whey Protein sehr schnell der Aminosäurespiegel. Dank der schnellen Resorption kannst Du schneller Muskeln aufbauen.
Whey ist ideal für alle die schnell Eiweiß für den Muskelaufbau benötigen.

Die Vorteile sind hier: 

• aktuell hohe Bioverfügbarkeit sowie vegane Alternativen

• Sehr guter Proteinanteil

• Hoher Aminosäuren Anteil (BCAAs, Glutamin, Leucin)

• Fast jeder Geschmacksrichtung 

• meistens gute Löslichkeit

• Weniger Verdauungsprobleme bei qualitativ hohem Produkt

Casein

Top Caseins:

Bei Casein handelt es sich um ein Milchprotein. Der Körper verwertet dieses eher langsam. Der Aminosäurespiegel bleibt länger auf einem konstanten Niveau. Das Protein kann eingesetzt werden, wenn dem Körper längere Zeit keine Nahrung zugeführt wird, wie zum Beispiel im Rahmen einer Diät.
Das Milchprotein verfügt über einen hohen Anteil der Aminosäure L-Glutamin. L-Glutamin ist wichtig für unseren Organismus. Casein liegt aufgrund seiner biologischen Wertigkeit eher im Mittelfeld. Menschen die eine Laktose-Intoleranz haben, sollten dieses Protein nicht verwenden, da es aus Milch gewonnen wird.

Vorteile:

• Eignet sich wunderbar als Backzutat da höhere Menge an Kalzium als bei Whey

• Besitzt anti-katabole Eigenschaften

• Aminosäuren im Blut bleiben lange Zeit konstant hoch 

• Besonders geeignet bei Reduktionsdiät zur Gewichtsabnahme 

Soja Protein

Besten Soja-Proteine:

Neben dem Fitness-Trend hat sich auch ein weiterer Trend entwickelt. Immer mehr Menschen leben vegan. Weder Veganer noch Vegetarier müssen bei ihrem Training auf die Unterstützung von Proteinen verzichten, denn das Sojaprotein ist rein pflanzlich. Solltest Du also Veganer, Vegetarier sein oder unter einer Laktose-Intoleranz leiden, dann kannst Du für Dein Training auf Soja Protein zurückgreifen.
Dieses Eiweiß wird langsamer verstoffwechselt, im Vergleich zu Whey. Das Soja Protein hat seine sehr gute Verträglichkeit und somit gehört es zu den bevorzugten Eiweißen. Die biologische Wertigkeit ist hoch.

Vorteile die auf der Hand liegen:

  • Vollständiger Ersatz für Whey-Protein
  • Zahlreiche gesundheitliche Faktoren werden positiv beeinflusst, insbesondere wird Muskelatrophie verlangsamt sowie Reduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Vorbeugung von Osteoporose
  • Bei Laktoseintoleranz geeignet
  • keine Verdauungsprobleme

Mehrkomponenten Protein

Besten MKP: 

Jetzt komme ich zu dem Allrounder unter den Proteinen. Die Mehrkomponenten Proteine sind eine Mischung aus verschiedenen puren Proteinsorten. Oftmals aus Whey, Casein und Hühnerei. Die Mischung kann dabei sehr unterschiedlich sein, daher solltest Du Dir die Zusammensetzung genau durchlesen. Weitere mögliche Komponenten wäre da z.B. Soja, Reis, Erbsen und Hanf 😉
Durch die Mischung der verschiedenen Proteinsorten wird ein gutes Aminosäureprofil erreicht, die unterschiedlichen Eigenschaften werden dadurch optimal ergänzt und ergeben so eine hohes Chemical Score. Der Allrounder eignet sich sehr gut für den Muskelaufbau und er kann auch als Mahlzeitenersatz eingesetzt werden.

Vorteile:

  • Hoher Chemical Score und biologische Wertigkeit
  • Sehr gut ausgeglichenes Aminsäurenprofil
  • Konstante Proteinversorgung

 

Welches Ziel hast Du?

ziel-muskelaufbauJetzt habe ich Dir die verschiedenen Proteine vorgestellt und nun stellt sich die Frage „Welcher Trainings-Typ bist Du?“. Du solltest Dein Ziel für Dich definieren und erst dann kannst Du Dich für ein Eiweißpulver/-Shake entscheiden.

Möchtest Du sehr schnell Deine Muskeln aufbauen, dann empfehle ich Dir ein Whey Proteinshake. Proteinshakes versorgen Deinen Körper schnell mit den Proteinen und sie schmecken sehr gut (dies nur am so am Rande). Für den schnellen Muskelaufbau kannst Du Whey und ein Mehrkomponenten Eiweiss kombinieren, so hast Du eine hohe Proteinversorgung.

Ist Dein Ziel Muskeln aufzubauen und dies, ohne das Körperfett zu erhöhen, dann empfehle ich Dir direkt vor dem Training ein Whey Eiweißpulver. Du solltest in der Trainingsphase darauf achten, nicht zu viele Kohlenhydrate aufzunehmen, sonst wird Fett angesetzt. Vor dem Schlafen gehen kannst Du noch ein Casein Shake zu Dir nehmen.

ziel-abnehmenIst es Dein Ziel Fett abzubauen und die vorhandene Muskulatur dabei nicht zu verlieren, empfehle ich Dir ein Casein Protein. Das Protein nimmt der Körper langsamer auf. Du kannst auch Mahlzeiten mit einem Mehrkomponenten Shakes ersetzen. Durch die Kombination der Eiweiß Shakes baust Du Fett ab und behältst Deine Muskeln.

Setze Dein Ziel und entscheide Dich für die passenden Proteine.

Gibt es Nebenwirkungen?

Eiweißpulver sollten in einem gesunden Maß eingesetzt werden, denn ansonsten kann es zu Nebenwirkungen kommen. Im Grunde kannst Du das mit dem Training vergleichen, trainierst Du zuviel und gönnst Du Deinem Körper keine Regeneration, dann kommt es zu gesundheitlichen Schäden. Muskelzerrungen, Fasern können reißen und weitere Schäden sind die Folge von zu kurzen Erholungszeiten.
Nimmst Du zuviel Eiweiß zu Dir und trinkst zu wenig, können die Nieren geschädigt werden. (Außer beis Sojaprotein) Grundsätzlich, ob mit oder ohne Eiweiße, solltest Du im Trainingsmodus viel trinken. Hast Du Nierenprobleme, frag vorher Deinen Arzt, ob es ratsam ist ein Eiweißpulver zu nehmen.

Alternativen

Keine Frage, zur Grundausstattung jedes Kraftsportlers gehören Proteine, am häufigsten in Form von Molkeprotein insbesondere als Whey-Proteinpulver bekannt. Allerdings werden Milchprodukte nicht von allen vertragen, insbesondere müssen die Menschen mit Laktoseintoleranz sich nach Alternativen umschauen. Keine Panik, es gibt mehr als genug pflanzliche Alternativen die keine Blähungen oder Krämpfe als unangenehme Folge verursachen.

Folgende Alternativen stehen dabei zur Auswahl:

Erbsenprotein

Eine eisenreiche Proteinquelle die auch super zum Abnehmen geeignet ist. Pro Gramm erhält dieses Proteinpulver sogar noch mehr Eiweiß als Whey. Darüber hinaus stecken darin sehr viele natürliche BCAAs. Diese verzweigten Aminosäuren werden für den Muskelaufbau benötigt.


Hanfprotein

Eine sehr wertvolle Nährstoffbombe mit 21 Aminosäuren, Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis sowie reichlich Ballaststoffe. Wie man unschwer erkennen kann, garantiert Hanfeiweißpulver eine sehr ausgewogene Nährstoffzufuhr. Damit es auch lecker schmeckt, empfehle ich es in Kombination mit Kakao.


Reisprotein

Nicht nur der perfekte Proteinlieferant für Vegetarier und Veganer. Studien haben gezeigt, dass Reisprotein nach dem Workout den Muskelaufbau genauso effektiv unterstützt wie Whey. Das tolle dabei ist, dass es weniger Salz und Fett enthält und außerdem reich an Ballaststoffen ist. Dabei enthält das Reiseiweiß keine Allergene.


Kölner Liste

Wenn Du Dich an die Angaben der Hersteller hältst und Dein gewähltes Protein vernünftig einsetzt, kommt es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen. Wenn du es mit den Inhalt ganz genau nimmst, dann kannst du dich an der Kölner Liste orientieren, insbesondere wenn du Leistungssportler bist. So kannst du ausschließen, dass neben Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffe auch ungewollte Zusatzstoffen bzw. Substanzen eingenommen werden die für dich negative Konsequenzen mit sich bringen. Das Thema ist hochbrisant. Da komme ich noch später drauf zu sprechen. Wenn du hierzu jetzt schon Fragen hast, her damit!
p.s. zu der Kölner Liste habe ich schon bei made in germany was gesagt.

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Höherer Preis auch mehr Qualität?

Und wie es im Leben oft ist, sollte man von einem sehr günstigen Produkt auch nicht die beste Qualität erwarten. Die Problematik in der Supplement Branche ist u.a. die, dass man sich nicht immer auf die Markenhersteller verlassen kann. Denn nicht immer bedeutet ein höherer Preis = bessere Qualität, meistens zahlt man einfach nur die Werbung bzw. das Marketing mit. Aber das hast du dir wahrscheinlich auch schon selber gedacht dass die Werbungskosten ja irgendwie finanziert werden müssen.


Um sich nicht blenden zu lassen, beachte die Dosierung. Insbesondere bei den „Ami Eiweissen“ immer auf den Carb und Fettgehalt gucken. Das Thema ist sehr umfangreich und ich werde dazu noch berichten.
Hier habe ich mich ausführlicher dazu geäußert.
Leider es ist nicht einfach den perfekten Hersteller zu finden wo der Preis, die Dosierung sowie die beste Qualität der Inhaltsstoffe gewährleistet ist. Paradoxerweise kommen gerade bei den Markenherstellern ab und zu das eine oder andere Skandal ans Tageslicht – dazu später mehr…)