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Emotionale Altlasten

Wenn wir uns überwunden haben einen Anfang zu wagen, übermannen uns oft die neuen Eindrücke in einem positiven Sinn. Wie konnten wir uns so lange vom Sport fernhalten, von der Betüchtigung? Wie neugeboren fühlt man sich nach einer Abstinenz. Als hätte man den heiligen Gral entdeckt. Nun fragt uns Philipp in einem Leserbrief, der eben dieses Phänomen durchlebt und erkannt hat, wie es nun weitergehen soll. Denn schon nach dem 3. und 4. mal wurde aus der Euphorie eine Ernüchterung. Ja gut, wir machen das jetzt so; und weiter? Philipp beschreibt leider nicht mehr als seine sportlichen Werdegang, doch das braucht uns nicht davon abhalten von wesentlicheren Dingen zu sprechen. Auch Philipp machte auf Nachfrage große Ohren und wollte mehr wissen. Wissen, warum die Euphorie abnimmt und was man nun tun kann.

Die Freude an sportlicher Aktivität trocken mit dem Dopaminausschuss zu erklären ist mir nicht genug. Wenn ich zu euch spreche, dann mit heruntergelassenen Hosen, ohne diesen ganzen quatsch. Es geht um fühlbare, erlebbare Dinge, die kein Studium verlangen und eben nicht zum Denken anregen, sondern zur Betätigung. Die meisten Worte, die ich hier ins Internet schreibe, sollen im Kern nur dahin führen, dass man eben nicht nachdenkt. Ich will euch da abholen, wo ihr euch befindet und den Weg ebnen aufzuhören alles totzudenken. Gehört also jetzt Disziplin dazu? Einfach machen? Nicht weiter darüber nachdenken, warum die Gefühle fernbleiben, die doch unser Antrieb waren überhaupt weiterzumachen? Keinesfalls. Was tatsächlich abhält weiterzumachen hat rein gar nichts mit dem Sport selbst zu tun. In 99% der Fälle, und den einen Prozentpunkt kann man sich getrost schenken, ist die Ursache emotionale Altlast. Eine Ursache, die euch eben vom Sport hat entfernen lassen. Eine Blockade, die euch weiterhin zu schaffen macht, auch wenn ihr nun einen Schritt in die richtige Richtung gegangen seid. Ich kann euch natürlich nicht genau sagen was der Auslöser war, doch im Grunde genommen ist es bei den meisten Leuten das gleiche Problem. Seht ihr, so viele verschiedene Neurosen die Psychatrie auch bennenen kann, nahezu alle entspringen aus dem selben Prinzip. So eine Neurose ist nämlich nichts weiter als der Versuch des Menschen etwas zu vermeiden und einen anderen Lösungsansatz zu finden. Darum sind doch viele Menschen auch so „komisch“, weil wir das nicht nachvollziehen können, was sie tun. Was dich als Leser nun komisch macht, tja, woher soll ich das wissen. Vielleicht weisst du es auch nicht. Du musst es aber auch nicht wissen. Wenn du Glück hast, dann wird sich das ganze in nächster Zeit präsentieren. Es gibt nämlich Dinge, die verstecken wir gerne. Dinge, die unser Selbstwert so in den Keller ziehen, dass wir sie nicht nur ignorieren, sondern verbuddeln und uns draufsetzen. Wenn man sich nun beim Sport betätigt und die anfängliche Euphorie in den alten Trott übergeht, dann fehlt uns eben immer noch die Lösung für diese besagte Altlast. Wir müssen uns davon freimachen.

Das ganze ist ein Gamechanger, eine lebensverändernde Maßnahme. Das kann ich hier nicht in ein paar Wörtern kleinreden. Es ist jedoch einfach angegangen und erledigt. Man muss sich nur trauen und wird die neugewonnene Kraft gleich merken. Wahrscheinlich kann man die freigelassenen Emotionen gar nicht ertragen und heult drauf los, schreit aus voller Brust oder wehrt sich mit Händen und Füßen, weil die Angst zu groß ist, was nun passiert. Ich wünsche jedem von euch, dass er sich traut diese Situation immer und immer wieder herbeizurufen, um ein emotional freier Mensch zu sein.

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